Das Schwerpunktthema des sechsten Jahrbuchs der DEFA-Stiftung dreht sich um »Deutschlandbilder im Kino«: Michael Töteberg analysiert das Erfolgsphänomen GOOD BYE LENIN, Michael Dell untersucht die Bilder der Ostens im gesamtdeutschen Film nach 1990, Mathias Steinle beschreibt Ost/West-Feindbilder im deutschen Dokumentarfilm der 50er Jahre und Dietrich Kuhlbrodt wirft einen Rückblick auf DEFA-Filme in Oberhausen; Günter Jordan schließlich berichtet von Axel Eggebrechts Unternehmen, bei der DEFA einen Ossietzky-Film zu machen.
Weitere Essays widmen sich »Realisten bei der DEFA« (Fred Gehler: Der Regisseur Gerhard Klein, Caroline Moine: Der Autor Wolfgang Kohlhaase) sowie »Frauen und Film« (Erika Richter: Autorinnen im DEFA-Spielfilm und ihre Filme, Günter Agde: Erinnerungen an die Dokumentaristin Eva Fritzsche). Im Themenblock »Diskussion und Analyse« beschreibt Detlef Kannapin die Nachwirkungen des NS-Films im DEFA-Spielfilm, Dieter Wolf erinnert an die vergessene DEFA-Gruppe »Solidarität«, Hans-Joachim Schlegel durchleuchtet die Deutschlandbilder im sowjetischen Film und Claus Löser porträtiert Thomas Brasch. Zu guter Letzt: Wolfgang Klaue erinnert sich an 50 Jahre Filmarchiv, und Helmut Morsbach berichtet von der Arbeit der DEFA-Stiftung 2004.
{{Mit Beiträgen von:}} Günter Agde, Fred Gehler, Günter Jordan, Detlef Kannapin, Claus Löser, Caroline Moine, Erika Richter, Mathias Steinle, Michael Töteberg, Hans-Joachim Schlegel, Dieter Wolf u.a.
Das Jahrbuch ist wie immer reichhaltig und großzügig bebildert.

